Typische Yoga-Fragen (FAQ)

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1. Wer kann Yoga machen?

Eigentlich JEDER kann mit Yoga beginnen, egal welches Geschlecht oder welches Alter oder in welcher körperlichen Konstitution Sie sich gerade befinden. Sogar Schwangeren wird Yoga mit kleinen Einschränkungen empfohlen. Wenn Sie regelmäßig üben, werden Sie feststellen, dass sich zum Beispiel Ihre Rückenschmerzen verbessern. Sie werden sich allgemein ausgeglichen und fit fühlen und sich nicht mehr so leicht aufregen, denn Yoga hat einen ganzheitlichen Ansatz (Körper, Geist und Seele). Wer weniger Schmerzen hat, ist ausgeglichener und weniger schnell gereizt. Und wer ausgeglichener ist, der hat auch eine offenere und freundlichere Ausstrahlung.

Yoga ist unglaublich anpassungsfähig. Selbst bei vorübergehenden Verletzungen lässt sich Yoga durchführen. Sogar Menschen, die dauerhaft im Rollstuhl sitzen oder deren Bett zum Lebensmittelpunkt geworden ist, können Yoga machen und profitieren davon. Hier werden die Yoga-Übungen auf die jeweilige Situation individuell zugeschnitten. Sie sehen, es gibt fast keine Ausrede, um Yoga kennen zu lernen und auszuprobieren.

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2. Ist Yoga auch für schwangere Frauen geeignet?

Ja. Es gibt inzwischen bereits eine Vielzahl von Yoga-Kursen die speziell für Schwangere angeboten werden. Spezielle Vorkenntnisse sind meist nicht erforderlich.
In
Schwangeren-Kursen wird der Schwerpunkt auf angepasste Yoga-Haltungen und auf sanftes Dehnen gelegt, die die Körperwahrnehmung und das Bewusstsein für eine tiefe Atmung fördern. Dabei achten die Yoga-Lehrer besonders auf die Atmung, die Ihnen die Geburt unter den Wehen erleichtert.
Sie vor der Schwangerschaft bereits Erfahrungen mit Yoga gemacht haben, so können Sie sogar lange Ihrer regulären Praxis nachgehen. Wichtig ist nur, dass Sie in den ersten 3 Monaten besonders auf sich aufpassen und ggf. besser kein Yoga machen.
Generell muss der Bauchraum muss gegen Stress geschützt werden, d.h. Dehnung und Kompression. Yoga-Übungen, bei der Sie auf dem Bauch liegen, sollten vermieden werden.


Ebenso, sind Vorbeugen zu vermeiden, bei der die Magengegend stark komprimiert wird. Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, oder Sie zweifeln, lassen Sie es einfach weg. Und je voluminöser Ihr Bauch später wird, desto mehr müssen die Yoga-Übungen an Ihre Bedürfnisse und Ihr Energieniveau angepasst werden.

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3. Ist Yoga auch für Kinder geeignet?

Ja, Yoga ist sogar bestens für Kinder geeignet. Sie erleben Stress zwar anders als wir Erwachsene, aber das Ergebnis ist häufig vergleichbar: Sie konzentrieren sich in Schule oder Kindergarten schlecht, sie weinen viel und wirken unausgeglichen. Vor allem übertragen wir häufig unbewusst unser Tempo und unsere Hektik des Alltags direkt auf unsere Kinder.Geben Sie Ihrem Kind etwas auf den Weg, dass es sich in „heißen“ Phasen zwischendurch entspannt und ausgeglichener fühlt.
Kinder-Yoga verbessert sich die Körperwahrnehmung- und Haltung, die Motorik und Flexibilität und auch die Konzentration. Ihr Kind wird zudem selbstbewusster und nimmt die Dinge leichter. Viele Yoga-Studios bieten inzwischen spezielles Kinder-Yoga an. Die speziell auf Kinder geschulten Trainer bringen den Kindern Yoga spielerisch näher, unter Berücksichtigung von Atmung und Meditation So lassen sich schon im frühen Alter, Fehlhaltungen vorbeugen. Die Kinder lernen sich selbst besser kennen und ihren Körper mehr zu beherrschen.
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4. Gibt es eine Altersgrenze, ab der man nicht mehr Yoga praktizieren sollte?

Nein. Es gibt heutzutage für jedes Alter und die jeweiligen psychische & physische Fähigkeiten spezielle Yoga-Kursangebote.

Für ältere Menschen (Senioren), können die Yoga-Übungen so angepasst werden, dass es zu ihren körperlichen Möglichkeiten passt und deren spezifische Bedürfnisse.

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5. Wie oft sollte ich Yoga üben und wie lange sollte die Yoga-Praxis jeweils dauern?

Am besten täglich, denn je mehr Sie üben, desto mehr werden Sie profitieren. Allerdings sollten Sie Ihre Yoga-Praxis mit bedacht auswählen, d.h. immer nach Ihrem momentanen Energie-Level. Gehen Sie es zu ambitioniert und verbissen an, so werden Sie nicht profitieren, eher im Gegenteil. Üben Sie diszipliniert aber immer mit Geduld.

Jeden Tag 10 Minuten zu üben, ist besser als nur einmal pro Woche. Aber probieren Sie aus, was für Sie am besten ist. Hören Sie sich sehr aufmerksam zu. Nur wenn Sie wissen was Sie fühlen, können Sie wissen was Sie brauchen. Und lassen Sie sich von Ihrem inneren Schweinehund nicht in die Irre führen.

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6. Wie lange sollte man nach dem Essen warten, bevor man Yoga übt oder meditiert?

Wenn Du eine deftige Mahlzeit mit viel Fleisch gegessen hast, ca. 2-3 Stunden. Bei Kohlenhydraten ca. 1 bis 1,5 Stunden und bei leichter Kost, wie Obst und Gemüse ca. 0,5 bis 1 Stunde.

Mit leerem Magen übt es sich am besten. Nahrung im Magen reduziert die Beweglichkeit und reduziert Deinen Energie-Level. Das wirkt sich negativ auf Kraft und Ausdauer aus sowie auf Deine Konzentrationsfähigkeit aus.

Zumal Dir bei zuviel Essen auch schnell mal übel werden kann, z.B. bei Vorbeugen, wenn der Bauch etwas gedrückt wird.

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7. Muss ich Vegetarier oder gar Veganer werden?

Nein, aber Sie sollten Wert auf eine ausgewogen Ernährung achten und schwere und fette Speisen vermeiden. Meist sagt Ihnen Ihr Körper, wie er das von Ihnen gerade verzehrte Essen findet. Sind Sie danach müde, schlapp und leiden unter Völlegefühl? Dann war es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht das Richtige für Sie.

Viele Yogis schwören auf eine rein vegane Ernährung (ohne jegliche tierische Produkte), doch ob man gleich Veganer wird, muss jeder für sich selbst entscheiden. Beim Yoga geht es um das Bewusstsein und Achtsamkeit. Sowohl im Hinblick auf das eigene Leben als auch auf jegliches Leben auf der Welt, z.B. Tier- und Pflanzenwelt.

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8. Dürfen Frauen während der Menstruation Yoga üben?

Ja und nein. Es gibt hierzu viele verschiedene Sichtweisen. Einige Yoga-Traditionen sagen, dass es besser wäre während der gesamten Menstruation nicht zu üben. Andere sagen, dass generell nichts gegen eine Asana-Praxis spricht, man nur Umkehrhaltungen, wie z.B. Kopfstand, Schulterstand, Pflug, etc. vermeiden sollte. Hintergrund ist, dass Umkehrhaltungen den natürlichen Fluss des Blutes umkehren und die toxische Substanz so wieder zurück in den Körper fließt.

Achten Sie auf die Stimme Ihres Körpers. Wenn Sie Regelschmerzen haben, empfehle ich Ihnen eine sanftere Praxis, z.B. restorative Haltungen. Probieren Sie aus, was Ihnen und Ihrem Körper besser bekommt.

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9. Ist Yoga eine Sportart?

Eigentlich Nein, doch viele Menschen betreiben Yoga wie eine Sportart.
Die Wahrheit ist, Yoga ist kein Sport und auch nicht mit anderen „Gymnastikformen“ zu vergleichen, da es wesentlich tiefere Schichten des Körpers mit einbezieht als „nur“ Muskeln und Knochen, nämlich unsere Existenz. Mit bestimmten Yoga-Übungen hilft man dem Körper bei der Entgiftung, da die inneren Organe und das Hormonsystem anregt werden und sich das Nervensystem stabilisiert. Aber auch die Beweglichkeit verbessert sich deutlich.

Zur Frage was denn der Unterschied zwischen Yoga und Gymnastik wäre, habe ich mal einen Vergleich gelesen, da mir sehr gut gefallen hat: „Es ist so, als würde man fragen, was der Unterschied zwischen 50 km Gehen und einer Pilgerwanderung ist.“ Es ist das reflektieren über unser Leben und die Aufgabe auf dieser Welt.

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10. Sollte ich neben Yoga noch weitere Sportarten ausüben?

Ja und Nein. Aus meiner Sicht kommt es ein wenig auf die Yoga-Richtung an. Durch die fließenden Abfolgen im Power-Yoga haben Sie durchaus ein gewisses Herz-Kreislauf-Programm und stärken gleichzeitig Ihre Ausdauer. Ihre Konzentration wird vor allem darin geschult, dass die Bewegungen stets mit dem Atem synchronisiert werden und in allen Balance-Haltungen. Ihre Muskeln werden in Dehnungs- und Kräftigungsübungen geformt. So haben Sie mit Power-Yoga ein perfektes Workout für Körper, Geist und Seele.

Wenn Ihnen schnell die Puste ausgeht wenn Sie zwei Etagen gehen oder mal zum Bus sprinten müssen, dann würde ich Ihnen durchaus ein Cardio-Training empfehlen.

Wenn es Ihnen Spaß macht, können Sie selbstverständlich zusätzlich zum Yoga alle Sportarten ausüben, die Ihnen Spaß machen und Ihrem Körper gut tun.

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11. Kann ich auch mit Yoga beginnen, wenn ich nicht flexibel bin?

Ja, auch wenn es schwer zu glauben ist. Vor allem, wenn man auf Plakaten und Zeitschriften immer die in sich verknoteten Menschen sieht.
Beim Yoga geht es nicht in erster Linie darum flexibler zu werden, das ist nur ein äußerst angenehmer Nebeneffekt. Die Yoga-Übungen dienen in erster Linie der Heilung, Erhaltung der Gesundheit und Vitalität.
Im Alltag bauen Sie eine Reihe von Spannungen aufgrund von Fehlhaltungen und Überlastungen auf. Ziel ist es diese Spannungen zu lösen und Ihre Beweglichkeit erhöhen. Gelingt diese Stimulation werden die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung angeregt. Eine Voraussetzung für die Regeneration und es erleichtert den Abbau von Giften im Körper.

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12. Muss ich religiös sein, um Yoga auszuüben?

Nein, denn Yoga ist keine Religion! Yoga beruht auf Erfahrung und ist eine jahrtausend alte Lebensphilosophie mit dem Ziel, uns selbst zu verwirklichen und von jeglichem Leid zu befreien, sprich „Samadhi“ zu erreichen.

Yoga ist vielmehr eine spirituelle Praxis, die Ihre ursprüngliche Religion, ganz gleich welche das ist, vertiefen kann und Sie sie dadurch vielleicht sogar besser verstehen.

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13. Kann Yoga auch schaden?

Ja, Yoga kann Ihnen schaden, dann wenn Sie es übertreiben. Die höchste Form des Yoga ist persönliche Verantwortung!
Wenn Ihr Körper noch nicht so flexibel ist, wie der Ihres Yoga-Lehrers oder Ihres Matten-Nachbarn, drücken Sie sich nicht mit Gewalt in die Haltung hinein, denn so können Sie sich verletzen. Bleiben Sie bei sich, geben Sie Ihr Bestes aber nicht mehr. Spielen Sie mit Ihrer individuellen Grenze. Atmen Sie in die Dehnung hinein und evtl. können Sie dann noch ein wenig tiefer in die Haltung gehen.

Sobald Sie Schmerz spüren, legen Sie sich in die Kindhaltung (Balasana) und ruhen Sie kurz aus.
Wärmen Sie sich vorher immer ein wenig auf, z. B. mit ein paar Sonnengrüßen. Nehmen Sie Haltungshinweise Ihres Yoga-Lehrers unbedingt ernst. Das heißt nicht, dass Sie die Übung nicht richtig machen, sondern sind Anreize, wie Sie sie noch besser machen können und dienen dazu, das Verletzungsrisiko minimal zu halten.
Sonnengruss

14. Was bedeutet Sonnengruß?

Es ist meist das erste was man beim Yoga lernt – der Sonnengruß (Surya Namaskar).


Es gibt zahlreiche Variationen und viele
Yoga-Lehrer bauen den Yoga-Kurs rund um den Sonnengruß auf. Man kann allerdings auch „nur“ Sonnengrüße üben und hat eine komplett abgerundete Yoga-Praxis. Er ist hervorragend dazu geeignet den Körper auf die Yoga-Stunde vorzubereiten und den Atem mit den Bewegungen zu verbinden, bzw. in Einklang zu bringen.Der klassische Ashtanga-Sonnengruß besteht aus 12 einzelnen Yoga-Haltungen die jeweils durch eine Einatmung oder eine Ausatmung initiiert werden.Die Yoga Übungen: Tadasana, Urdhva Hastasana,  Uttanasana, Ardha Uttanasana, Planke, Chaturanga Dandasana, Urdhva Mukha Svanasana,  Adho Mukha Svanasana, Ardha Uttanasana, Uttanasana, Urdhva Hastasana und Tadasana werden zu einer fließenden Yoga-Sequenz verbunden.

Die letzten vier Yoga-Haltungen sind die gleichen wie am Anfang, nur werden sie in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt. Nach nur wenigen Runden Sonnengruß spürt man die Auswirkungen. Es entsteht eine innere Hitze und unsere
Lebensenergie (Prana) belebt den Körper.